Fachtagung: "Neu-EU-Bürgerinnen und Bürger aus Bulgarien und Rumänien in Duisburg"
Fachtagung:
„Neu-EU-Bürgerinnen und Bürger aus Bulgarien und Rumänien in Duisburg“
Am 12.07.2011 fand im Zentrum für Personalentwicklung der Stadt Duisburg eine gemeinsam mit dem Netzwerk Integration durchgeführte ganztägige Fachtagung statt, die sich mit der aktuellen Situation und den Perspektiven von Zuwanderern aus Bulgarien und Rumänien nach Duisburg beschäftigte.
Zum Hintergrund: Am 01.01.2007 traten Bulgarien und Rumänien der EU bei. Ihre Bürgerinnen und Bürger erhielten damit das europäische Freizügigkeitsrecht, mit dem sie sich unter bestimmten Voraussetzungen in den Staaten der europäischen Union ansiedeln dürfen. In Duisburg lebten im Juni diesen Jahres 2782 bulgarische und 1.085 rumänische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, wovon einige schon seit vielen Jahren hier ansässig sind.
Die überwiegende Mehrheit der Menschen lebt unter äußerst prekären Bedingungen. Sie hat kaum Zugang zum Arbeitsmarkt, ist von den meisten Sozialleistungen ausgeschlossen und verfügt oftmals nicht über einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz. Trotz aller Probleme ist ihr Aufenthalt in Duisburg auf Dauer angelegt. Ihr Ziel ist es, die Sprache zu erlernen und eine positive berufliche und soziale Perspektive für sich und ihre Kinder aufzubauen.
Die Fachtagung bot erstmals die Möglichkeit, sich umfassend und breit über das Thema zu informieren und auszutauschen. Nachdem der zuständige Beigeordnete Janssen der Tagung viel Erfolg gewünscht hatte, wurde der Vormittag mit zwei Fachvorträgen fortgesetzt.
Die Gelsenkirchener Rechtsanwältin Frau Gudrun Galster erläuterte die Grundlagen des EU-Freizügigkeitsrechts und Herr Claudius Voigt, Mitarbeiter der gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V. (GGUA) referierte zum Thema Sozialrecht und Sozialleistungen für Neu-EU-Bürger.
Am Nachmittag diskutierten dann Vertreter der Wohlfahrtsverbände, der Stadtverwaltung, der Polizei sowie Pädagogen und Sozialarbeiter, die an der Basis tätig sind, in fünf Arbeitsgruppen. Schwerpunktthemen waren Krankenversicherung und Gesundheitsschutz, Bildung und sprachliche Integration, Quartier und Sozialraum, Arbeitsmarkt und Selbständigkeit sowie Sozialrecht und finanzielle Hilfen.
Ergebnis der Fachtagung war ein intensiver Informationsaustausch, die Entwicklung gemeinsamer Handlungsperspektiven (siehe Dokumentation), die Optimierung der Vernetzung im Stadtgebiet. Die Teilnehmer waren sich außerdem einig, dass die Erstellung eines mehrsprachigen Wegweisers für die Betroffenen eine wichtige Hilfestellung wäre.
Eine Dokumentation der Fachtagung kann auf folgenden Seiten heruntergeladen werden: www.duisburg.de/micro/raa, www.stadt-duisburg.de/zuwanderung, www.wohlfahrtsverbaende-duisburg.de, www.diakonie-duisburg.de, www.awo-integration.de/
Dokumentation der Fachtagung "Neu-EU-Bürgerinnen und Bürger aus Bulgarien und Rumänien in Duisburg"
AG 1 - Erkennungsmerkmale der Europ Krankenversicherungskarte.pdf (130,0 kB)
AG 1 - Europ Krankenversicherungskarte.pdf (640,1 kB)
AG 1 - Hinweise Krankenversorgung.pdf (229,4 kB)
AG 1 - Protokoll.pdf (13,1 kB)
AG 2 - Protokoll.pdf (14,5 kB)
AG 2 - Schulische Foerderung RAA.pdf (85,7 kB)
AG 3 - Protokoll.pdf (29,7 kB)
AG 4 - Auszuege aus der Arbeitsmarktstatistik.pdf (13,7 kB)
AG 4 - Ergebnisse.pdf (11,1 kB)
AG 4 - Impulsvortrag zum Thema Selbstaendigkeit (A Alva Pons).pdf (84,4 kB)
AG 5 - Protokoll.pdf (15,4 kB)
Arbeitsmaterialien Tagung.pdf (463,5 kB)
Fachbeitrag Frau Galster.pdf (69,9 kB)
Fachbeitrag Frau Voigt.pdf (113,5 kB)
Wer wir sind
Die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Duisburg ist ein Zusammenschluss der sechs anerkannten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Duisburg. Die AWO-Duisburg, das Diakonische Werk, der Paritätische, das Deutsche Rote Kreuz, die Jüdische Gemeinde und der Caritasverband Duisburg bündeln in der AG Verbände ihre Kompetenzen. Für diese Verbände und ihre angeschlossenen Organisationen sind insgesamt rund 8.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und rund 6.000 Ehrenamtliche tätig.
Die AG Verbände verfolgt das Ziel, die Sozial-, Gesundheits-, Jugend- und Migrationspolitik in Duisburg mitzugestalten. Dazu gehören der regelmäßige Austausch innerhalb der Mitgliedsverbände und der Dialog mit den Partnern unter anderem in Politik, Verwaltung sowie weiteren öffentlichen Einrichtungen. Die Arbeitsgemeinschaft will als Interessensvertretung - auch und gerade der Betroffenen - die bestehenden Angebote sichern und entwickelt die soziale Arbeit in Duisburg weiter.
Die AG Verbände nutzt ihr professionelles Wissen und die Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag mit den Menschen in unserer Stadt, um auf besonderen Handlungsbedarf im sozialen Bereich hinzuweisen. Sie initiiert neue soziale Dienste und wirkt an den Beschlüssen der sozial-politischen Gremien mit.
Die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Duisburg leistet damit einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Stadt Duisburg.














