Wechsel in der Federführung in der Arbeitsgemeinschaft der Duisburger Wohlfahrtsverbände

Pastor Kiepe-Fahrenholz und Andreas Fateh

Turnusmäßig zum 1. April hat in der Arbeitsgemeinschaft der Duisburger Wohlfahrtsverbände die Federführung gewechselt. Auf Andreas Fateh vom Paritätischen Wohlfahrtsverband folgt als neuer Sprecher der Verbände Pastor Stephan Kiepe-Fahrenholz vom Diakonischen Werk.

Andreas Fateh blickt „auf ein ungewöhnliches, ein bemerkenswertes und vor allem ein erschütterndes Jahr zurück“. Seit der Loveparade im vergangenen Sommer sei in Duisburg nichts mehr so, wie es vorher war. Das gelte auch für die Zusammenarbeit der Wohlfahrtspflege mit den städtischen Instanzen. „Weil die Stadtspitze abgetaucht ist, sind uns zum Teil die Ansprechpartner abhanden gekommen.“

Das, so Stephan Kiepe-Fahrenholz, habe sich vor allem in den Auseinandersetzungen um die drastischen Kürzungen bei den Hilfen für Arbeitslose bemerkbar gemacht: „Dass Zehntausende von Duisburgern ohne jede Perspektive dastehen, scheint die Verantwortlichen in unserer Stadt nicht gerade um den Schlaf zu bringen.“ Im Verwaltungsvorstand herrsche Planlosigkeit. Das zeige sich auch daran, dass beispielsweise bei der Umsetzung des Bildungspakets für Kinder und Jugendliche oder bei der Hilfe für Zuwanderer aus Südosteuropa „die Parole offenbar Wegsehen und Nichtstun lautet“.

Die Wohlfahrtsverbände, zu denen neben der Diakonie und dem Paritätischen auch die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz und die Jüdische Gemeinde gehören, sehen ihre wichtigste Aufgabe darin, sich, so Andreas Fateh, „für die gerechte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am Gemeinwesen einzusetzen“.

Duisburg, den 13.April 2011

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